| Konfigurationskategorien |
Bei ISDN geht es um digitale Kommunikation. Das heißt, es gibt auf der Leitung die Zustände 0 und 1. Spötter behaupten, dasselbe gilt auch für die ISDN-Kommunikation. Es gibt nur zwei Zustände: geht und geht nicht. Gemeint ist damit, dass es im zweiten Fall, "geht nicht", oft recht schwer ist, herauszufinden, warum gerade dieser Fall eingetreten ist.
Dass es zum Teil sehr schwer zu verstehen ist, warum etwa nicht geht, liegt zum Teil an den neuen Dienstemerkmalen im ISDN. Z.B. kann jedes ISDN-Programm an Ihrem PC auf andere Arten von Anrufen reagieren. Kommt dagegen bei Ihrem Modem ein Anruf an, hebt das Modem einfach ab, egal ob gerade ein Telefonanruf kommt und auf Ihrem PC ein Faxprogramm läuft.
Ein weiterer Faktor ist das Verhältnis zwischen nationalem und EURO-ISDN und die Änderungen, die sich damit ergeben haben. Das hat zu solch unseligen Konstruktionen wie dem EAZ-Mapping geführt.
Auch dass ISDN-Software natürlich ab und zu mit analogen Gegenstellen (z.B. beim Faxen) zu tun hat, sorgt dafür, dass sich Probleme ergeben, weil sich die analogen Gegenstellen verständlicherweise nicht immer korrekt an die neuen ISDN-Regeln halten können.
Gäbe es seit Anfang an ISDN nur in der Form des EURO-ISDN mit der Programmier-Schnittstelle CAPI 2.0 für ISDN-Anwendungen, dann wäre heute die Konfiguration sicherlich ein Kinderspiel.
Und schließlich sind die Fehlermeldungen, die von der ISDN-Software kommen, meist so, dass ein Laie daraus nicht auf die Fehlerursache schließen kann.
Die Normalfälle funktionieren aber meist auf Anhieb. So z.B. geschehen mit meinem T-Online-Zugang oder der Einwahl in eine Mailbox mit Terminate 4.0. Wenn Sie aber ausprobieren wollen, was noch alles über ISDN geht, dann helfen Ihnen hoffentlich die folgenden Ausführungen.
Die erste Aufgabe nach der Installation der Hardware ist die Installation und Konfiguration des ISDN-Treibers. Dabei geht es zunächst einmal um die Einstellungen für den Treiber, der direkt auf die ISDN-Karte zugreift. Dies ist im Normalfall ein CAPI-Treiber.
Da es aber neben dem CAPI-Treiber noch eine ganze Reihe von anderen ISDN-Treibern gibt, beschäftigt sich ein weiteres Kapitel mit den verschiedenen Arten von ISDN-Treibern. Dort geht es darum, grundsätzlich zu erklären, was ein Treiber macht und wie man ihn verwenden kann. Das heißt aber nicht, dass das auch immer und in jeder Situation und mit jedem Programm funktioniert. Manchmal sind es Detailprobleme oder einfach Softwarefehler, wenn irgend etwas nicht geht.
Schließlich gibt es auch noch ein paar Sachen, die Sie an Ihrer Anwendungssoftware einstellen können. Solche Einstellungen werden im Kapitel Konfiguration der ISDN-Software angesprochen.