| Beispielinstallation: ISDN Mehrgeräteanschluss |
Die folgende Abbildung zeigt eine Beispielinstallation
eines ISDN-Mehrgeräteanschlusses mit einer Eumex 306. Wenn Sie weitere Informationen zu
einzelnen Elementen haben wollen, klicken Sie auf das entsprechende Teil.

Die TAE-Dose ist dieselbe, die auch für den analogen
Anschluss verwendet wurde.
Wurde bei der analogen Konfiguration die Leitung von dieser
ersten Dose zu einer weiteren Dose weitergeführt, dann muss die erste Dose aufgeschraubt
und die Verbindung zur nächsten Dose unterbrochen werden.
Haben Sie eine zusätzliche Dose, weil Sie vorher einen Doppelanschluss hatten, dann ist
die zweite Dose nicht mit der ersten verbunden, sondern direkt mit der Vermittlungsstelle
und Sie müssen die erste Dose nicht unbedingt aufschrauben .
Das ist eine ganz normale Netz-Steckdose, wo Sie auch Ihren
Staubsauger anschließen.
Der NTBA (Netzwerk - Termination - Basisanschluss) ist in
diesem Fall ein steckbarer Netzabschluss. Wenn Sie sich für einen solchen entscheiden,
bekommen Sie ihn im T-Punkt ausgehändigt, wenn Sie Ihren ISDN-Antrag abgeben. Vorteil des
steckbaren Netzabschlusses ist, dass kein Telekom-Techniker kommen muss, um den Anschluss
zu installieren.
Die Installation ist recht einfach:
Am Netzabschluss sind zwei IAE-Anschlüsse angebracht, in
die Sie Ihre Endgeräte oder wie in diesem Fall die Nebenstellenanlage einstecken können.
Aufgabe des Netzabschlusses ist es unter anderem,
Endgeräte ohne eigene Stromversorgung (z.B. ISDN-Telefone) mit Strom zu versorgen. Der
NTBA kann bis zu vier ISDN-Telefone versorgen.
Das Kabel liegt der Eumex bei und wird im NTBA in eine der
Steckdosen für ISDN-Endgeräte (IAE-Anschlüsse) eingesteckt und an der Eumex im
Anschluss "ISDN-IN".
Die Eumex 306 verfügt über 4 Anschlüsse für analoge Geräte, sowie 4 (digitale) IAE-Anschlüsse. Die 4 digitalen Anschlüsse werden aber nicht über die Eumex verwaltet, sondern sind für ISDN-Geräte, die parallel zur Eumex am S0-Bus angebracht werden sollen.
Da an einem ISDN-Bus jedes Gerät selbst wissen muss, auf
welche Nummer es reagieren soll, heißt das, dass nur die Nummern für die analogen
Geräte an der Eumex eingestellt werden können. Die Nummern für die ISDN-Geräte werden
am jeweiligen Gerät eingestellt.
Folgendes Bild, zeigt die Anschlüsse in der
Beispielinstallation bei aufgeklapptem Deckel der Nebenstellenanlage. Die Buchsen für den
ISDN-Anschluss vom NTBA und für die V-24Schnittstelle sind an der Unterseite und auf dem
Bild nicht zu sehen.
Die Eumex kann z.B. darauf programmiert werden,
Die Programmierung erfolgt entweder per Tastaturcode über ein angestecktes Telefon oder per PC, der über eine serielle Schnittstelle mit der V-24-Schnittstelle der Eumex verbunden wird (das dazu notwendige Kabel bekommen Sie z.B. beim T-Punkt). Software für Dos und Windows liegt bei.
Die beiden Varianten "Tag" und "Nacht" haben mit der Tageszeit nichts zu tun, sondern sind einfach zwei verschiedene Modi für die Anrufvariante. Zwischen den einzelnen Modi wird per Telefon umgeschalten. Sollte sich beispielsweise während eines Urlaubs nur der Anrufbeantworter melden und keines der Telefone klingeln, dann würden in dem Beispiel Anschluss1 (Telefon 1), Anschluss 2 (Telefon 2 und Modem) und Anschluss 3 (Anrufbeantworter) für die Anrufvariante "Tag" eingetragen und nur der Anrufbeantworter für Anschlussvariante "Nacht". Kurz vor dem Urlaub wird per Telefon auf die Anrufvariante "Nacht" umgeschalten.
Die Geräteart legt fest, um welche Art von Gerät (Telefon, Fax usw.) es sich bei einem angeschlossenen Gerät handelt. Kommt z.B. ein Anruf von einem ISDN-Faxgerät mit der Kennung Fax an, prüft die Nebenstellenanlage nicht nur, welches Gerät auf die ankommende Nummer reagieren soll, sondern auch welches Gerät zu dieser Kennung passt. Haben Sie Ihrem analogen Faxgerät z.B. die Geräteart "Telefon" zugewiesen, leitet die Nebenstellenanlage den ankommenden Ruf nicht an das Faxgerät weiter. Auch bei abgehenden Anrufen leitet die Nebenstellenalage die entsprechende Kennung (Dienstekennung zur Geräteart) weiter.
Da der zweite analoge Anschluss an der Eumex zu einer weiteren TAE-Dose führt, an der sowohl ein Telefon als auch ein Modem hängen, wurde diesem Anschluss zunächst die Geräteart "Kombigerät" zugewiesen. Aufgrund einer Umstellung bei den T-Online-Zugangsknoten funktionierte aber nach einiger Zeit plötzlich der T-Online-Zugang über das Modem nicht mehr. Eine Umstellung der Geräteart auf "Modem" brachte dann den gewünschten Erfolg. Da bei der Geräteart Modem scheinbar auch die Dienstekennung für Telefonie mit übertragen wird, funktionieren auch weiterhin Telefongespräche von Telefon 2.
Anschluss 1 (Telefon 1) erhielt "Telefon", der Anrufbeantworter "Anrufbeantworter" als Geräteart.
Telefon 1 ist in der Beispielinstallation ein schnurloses
Sinus 42. Da der analoge Anschluss vorher über einen anloge Vermittlungsstelle der
Telekom angeschlossen war, musste das Telefon auf Tonwahl umgestellt werden.
Der Anrufbeantworter lässt sich ohne Umstellungen betreiben. An der Eumex ist Buchse 3 standardmäßig für den Anrufbeantworter vorgesehen. Ein wichtiger Unterschied zur analogen Konfiguration ist, dass der Anrufbeantworter nicht allein dadurch das Gespräch an das Telefon abgibt, dass der Hörer abgehoben wird.
Das Kabel zu den weiteren Anschlussdosen hat 8 Drähte, von denen jeweils 4 zu einem sog. Sternvierer verschlungen sind. Ein Sternvierer (4 Drähte) ist für den ISDN-Bus, 2 Drähte des anderen Sternvierers werden für die weitere TAE-Dose verwendet. Zwei Drähte sind noch frei. Da das Kabel bestimmte Eigenschaften haben muss, erfragen Sie z.B. bei einem Techniker im T-Punkt, welches Kabel Sie verwenden können.
Die korrekte Verwendung der 4 Drähte des Kabels für die Klemmen der IAE-Dose ist so:
| Klemme (NT) | Klemme (IAE) | Kabel (Farbcodierung) |
Kabel (Ringcodierung) |
| a1 | 1a | rot | ohne Ringe |
| b1 | 1b | schwarz | Einzelringe in weitem Abstand |
| a2 | 2a | weiß | Doppelringe in weitem Abstand |
| b2 | 2b | gelb | Doppelringe in engem Abstand |
Die IAE-Dose sieht etwa so aus:
Wichtig sind dabei die beiden Abschlusswiderstände (100 Ohm), die auf die Kontakte 1a/1b und 2a/2b aufgesteckt werden. Das Einstecken der Widerstände ist ein wenig Fummelarbeit. Welches Drähtchen des Widerstandes zwischen 1a/1b Sie nun in 1a und 1b stecken ist egal (dasselbe gilt für 2a/2b). Sie bekommen die Abschlusswiderstände in jedem Elektronik-Laden oder beim T-Punkt, bei dem Sie auch die Dose kaufen können.
Bei der IAE-Dose gibt es die Varianten "auf Putz"
und "unter Putz". Wenn Sie die Kabel an der Wand entlang verlegen, verwenden Sie
die Variante "auf Putz" die sich mit zwei Dübeln an der Wand befestigen lässt.
Bei der TAE-Dose siehts wie folgt aus.
a (aus ab2 von der Eumex) kommt in den ersten Kontakt der
TAE-Dose, b in den zweiten.
In diesem Fall ist die ISDN-Karte ein Teles S0 16.3.
Mit den beiliegenden Testprogrammen lassen sich die Einstellungen prüfen.
Zum PC gibt es nur zu sagen, dass darauf geachtet werden
sollte, dass für die ISDN-Karte noch ein freier Steckplatz und ein freier Interrupt
vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, wäre
evtl. zu überlegen einen externen ISDN-Adapter zu verwenden.
Für das Modem ergeben sich bei dieser Konfiguration keine Änderungen gegenüber der alten, analogen Konfiguration. Allerdings gilt hier für die Anwahl an einen Online-Dienst dasselbe wie auch für die analogen Telefone.
Telefon 2 ist im Beispiel ein Duo.
Die Umschaltung von Pulswahl auf Tonwahl erfolgt hier durch einen kleinen Schalter, der im Hörer unter dem Fenster für die Rufnummern für Polizei und Feuerwehr recht gut versteckt ist. Wer hier kein Handbuch mehr hat, muss sich an den Hersteller wenden, um herauszufinden, wie das Telefon umgestellt wird. In diesem Fall wurde die Auskunft von einem Techniker in einem T-Punkt erteilt.